Autor: Schule | geposted: 14-05-2025Kommentare deaktiviert für Mit den „Kampfkarpfen“ auf der Werra – Klasse 10 der Regelschule Wutha-Farnroda feiert Schuljahresabschluss auf dem Wasser
Wenn der Unterrichtsstoff geschafft, die Prüfungen geschrieben und die letzten Hausaufgaben abgegeben sind, darf es zum Schuljahresende auch mal abenteuerlich werden: Die Klasse 10 der Regelschule Wutha-Farnroda entschied sich für eine ganz besondere Abschlussfahrt – eine Schlauchboottour auf der Werra.
Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Pierre Schmiedeknecht und Schulleiterin Heike Heilwagen wagte sich die Reisegruppe „Kampfkarpfen“ aufs Wasser. Startpunkt war Creuzburg, das Ziel lag gut zweieinhalb Paddelstunden flussabwärts in Mihla.
Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer für sich. In vier privaten Autos und auf knatternden Simsons ging es zum Startpunkt – ein besonderer Dank gilt hier dem inoffiziellen „Taxiunternehmen MILES“ aus Hamburg *hust*.
Am Ufer angekommen, wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Teams aufgeteilt und auf die Boote verteilt. Für einige war es das erste Mal in einem Schlauchboot, entsprechend groß war der Respekt – doch kaum auf dem Wasser, verwandelte sich die anfängliche Unsicherheit in pure Begeisterung. Spätestens nach dem ersten kleinen Wettrennen zwischen den Booten war klar: Das wird kein gemütliches Dahintreiben, sondern ein sportliches, aber spaßiges Kräftemessen.
Die Strecke führte vorbei an grünen Ufern, majestätischen Bergmassiven und idyllischen Baumkulissen. Immer wieder kreuzten Schwäne, Nilgänse und sogar ein neugieriger Graureiher den Weg der Boote. Die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite – zumindest bis zum ersten ungeplanten Stopp.
Ein spontaner Zwischenstopp in der Nähe eines Klärwerks stellte sich leider als weniger gute Idee heraus – die Luft- und Wasserqualität ließen zu wünschen übrig und der Ort wurde schnell wieder verlassen.
Besonderes Highlight: Einige Schülerinnen hatten sich passend zum maritimen Thema in Seemannskleidung geworfen – inklusive Kapitänsmütze und Halstuch.
Nach etwa anderthalb Stunden ließen Kondition und Konzentration allmählich nach – das Paddeln forderte seine Tribute. Doch die Gruppe hielt durch, und nach rund drei Stunden erreichten beide Boote schließlich wohlbehalten das Ziel in Mihla.
Ein großes Dankeschön geht an Werratours für die Organisation und Ausstattung sowie an alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 für ihren Teamgeist, ihre gute Laune und diesen unvergesslichen Tag auf der Werra. Es war ein würdiger und einmaliger Abschluss eines ereignisreichen Schuljahres – mögen die Blasen an den Händen so schnell heilen, wie die an den Füßen bei der Klassenfahrt 😊
Autor: Schule | geposted: 08-05-2025Kommentare deaktiviert für Zehntklässler der Regelschule Wutha-Farnroda setzen Zeichen des Gedenkens
Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, beteiligten sich 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Regelschule Wutha-Farnroda an einem eindrucksvollen Arbeitseinsatz an der Gedenkstätte Erlengräben. Unter Anleitung ihres Klassenlehrers Pierre Schmiedeknecht und begleitet von Prof. Dr. Hans-Jörg Lessig, Frau Johanna Helch und Dr. Jessica Lindner-Elsner reinigten die Jugendlichen die Anlage und setzten sich mit der Geschichte des Ortes auseinander.
Die Gedenkstätte Erlengräben ist Grabstätte und Massengrab für mehr als 450 sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen für den Rüstungsbetrieb BMW arbeiten mussten. Viele von ihnen stammten aus Russland, der Ukraine und Weißrussland – junge Männer, Frauen, aber auch Kinder, die gegen ihren Willen nach Deutschland verschleppt wurden. Die meisten der hier Bestatteten starben in der Quarantänestation Wutha-Farnroda an Krankheiten, Entkräftung oder Misshandlungen. Andere wurden tot in Wäldern oder an Wegen aufgefunden – oftmals achtlos entsorgt.
Die Schüler erfuhren bei ihrem Einsatz nicht nur von den historischen Fakten, sondern spürten auch die menschliche Dimension dieses Verbrechens. Beim Lesen der Namen und Altersangaben auf den Tafeln wurde ihnen deutlich: Viele der Opfer waren kaum älter als sie selbst – manche gerade einmal 16 oder 17 Jahre alt. Das jüngste dokumentierte Opfer war ein einjähriges Kind.
Die Reinigung der Gedenkstätte ist seit Jahren fester Bestandteil im Schulkalender – nicht nur als pflegerische Aufgabe, sondern als bewusstes Zeichen des Erinnerns. Gerade zum 80. Jahrestag des Kriegsendes betonten die Begleitpersonen die Verantwortung, die aus dem Wissen um diese Geschichte erwächst.
Doch der Tag war nicht nur dem stillen Arbeiten gewidmet. In einer kurzen Gedenkzeremonie sangen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein Lied des Friedens und der Hoffnung. Anschließend legten sie rote Rosen auf die Gräber – ein symbolischer Akt der Würde, des Respekts und der Verbundenheit über Generationen hinweg.
Der Einsatz der Schülerinnen und Schüler wurde von allen Beteiligten mit großem Lob gewürdigt. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur im Klassenzimmer, sondern mit Kopf, Herz und Hand zu begreifen.
Autor: Schule | geposted: 05-05-2025Kommentare deaktiviert für Abschlussfahrt der Klasse 10 nach Hamburg – Vier entspannte Tage in der Hansestadt 
22.04.2025 Gegen 10.00 Uhr startete die Gruppe am Bahnhof Wutha-Farnroda und machte sich mit dem ICE, fast pünktlich, auf den Weg in die Hansestadt Hamburg. Während der Fahrt wurde gespielt, gechillt und geschlafen, nur die Zimmeraufteilung erhitzte kurz die Gemüter. Am Bahnhof Hamburg-Altona angekommen, bezogen die Jugendlichen ihre Unterkunft und konnten es kaum erwarten, die Stadt zu entdecken.
23.04.25 Der zweite Tag startete mit einem echten Adrenalinkick. einem Besuch im Hamburg Dungeon. Hier tauchte die Klasse in die dunklen Kapitel der Stadtgeschichte ein: der große Brand von 1842, die Pest und berüchtigte Piraten wie Klaus Störtebeker wurden mit aufwendigen Kulissen, Schauspielern und Effekten lebendig gemacht. Es wurde geschrien, gelacht und manchmal sogar richtig gezittert – ein Erlebnis, das noch lange Gesprächsthema bleiben sollte.
Fast noch Schlimmer als der Folterkeller im Dungeon war die Folter durch die Lehrer, diese scheuchten die Schülerinnen und Schüler nämlich zu Fuß durch die Hamburger City!
Nach so viel Nervenkitzel ging es entspannter weiter. Bei einer Hafenrundfahrt auf einer Barkasse erlebten die Schülerinnen und Schüler Hamburg von der Wasserseite aus. Durch die riesigen Containerhäfen, vorbei an imposanten Frachtschiffen und der modernen Hafencity, hörten sie interessante Geschichten über die Bedeutung Hamburgs als „Tor zur Welt“. Außerdem sahen die Schüler, welchen Weg und Zwischenstopp ihre Pakete von Amazon, Temu und SheIn machen müssen und wie sie verladen werden.
Anschließend folgte ein geführter Stadtrundgang durch die Innenstadt. Zwischen den roten Backsteingebäuden und modernen Glaspalästen bekamen die Jugendlichen spannende Einblicke in die Geschichte und Zukunft der Stadt und den ein oder anderen Einblick in die prachtvollen Kontorhäuser der Hansestadt.
Am Abend wartete ein besonderes Highlight. Die Lehrer führten die Klasse auf eine Kiez-Tour über die Reeperbahn. Mit Respekt und Humor erklärten sie die bewegte Geschichte des berühmten Amüsier- und Rotlichtviertels, von der Geschichte der Beatles auf der Großen Freiheit bis zu den heutigen Veränderungen auf St. Pauli und dem „käuflichen Geschäft mit der Liebe“. Die Schüler stellten viele neugierige und kluge Fragen und haben sich viel mehr erfahren als im Unterricht.
24.04.25 Am dritten Tag zeigte sich Hamburg von seiner schönsten Seite. strahlender Sonnenschein und wolkenloser Himmel begleiteten das Programm. Der erste Programmpunkt war der Besuch im Wachsfigurenkabinett Panoptikum auf der Reeperbahn, dem ältesten Wachsfigurenkabinett Deutschlands. Ob Angela Merkel, Udo Lindenberg, Olivia Johnes oder historische Figuren wie Otto von Bismarck – die Schüler hatten großen Spaß daran, sich mit den täuschend echt wirkenden Figuren fotografieren zu lassen.
Danach war Freizeit angesagt. Ob beim Shoppen in der Innenstadt, beim Eisessen an der Elbe oder beim entspannten Bummeln durch die Schanzenviertel – jeder konnte Hamburg nach eigenen Interessen genießen.
Für Kulturinteressierte bot sich am Mittag die Gelegenheit, die weltberühmte Elbphilharmonie zu besichtigen. Leider hat sich kein interessierter Schüler gefunden und so bestaunten nur die Lehrer die spektakuläre Architektur und die fantastische Aussicht von der Plaza auf die Stadt und den Hafen.
Anschließend ging es zum U-Boot U-434, das im Hafenbecken als Museumsschiff liegt. In dem ehemaligen Spionage-U-Boot der sowjetischen Marine bekamen die Jugendlichen einen hautnahen Eindruck vom beengten Leben der U-Boot-Besatzung. Enge Gänge, originale Technik und die beklemmende Atmosphäre machten diesen Besuch besonders eindrucksvoll.
Als absoluter Höhepunkt des Tages stand am Abend eine Runde Lasertag auf dem Programm. Aufgeteilt in Teams lieferten sich die Schüler spannende Matches in einer actionreichen Arena – ein perfekter Ausklang eines erlebnisreichen Tages, bei dem der Spaß eindeutig im Vordergrund stand.
Heimreise mit vielen Erinnerungen Am letzten Morgen hieß es dann Abschied nehmen. Mit vielen neuen Erfahrungen, Erlebnissen und einer Menge schöner Erinnerungen im Gepäck bestiegen die Schülerinnen und Schüler den ICE zurück nach Thüringen. In Wutha-Farnroda angekommen, waren sich alle einig: Diese Abschlussfahrt wird ihnen für immer im Gedächtnis bleiben.
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