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Berufsorientierung

KI generiert

 

Die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf das Leben nach der Schule ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Berufsorientierung verstehen wir deshalb nicht als einzelne Maßnahme kurz vor dem Schulabschluss, sondern als durchgängigen Prozess von Klasse 5 bis Klasse 10.

Dabei geht es zunächst darum, eigene Interessen, Fähigkeiten und Stärken zu entdecken. Schritt für Schritt lernen die Jugendlichen unterschiedliche Berufsfelder, Unternehmen und Ausbildungsmöglichkeiten kennen, sammeln praktische Erfahrungen und entwickeln schließlich konkrete Vorstellungen für ihren weiteren Weg.

 

Von Klasse 5 bis 10 – Schritt für Schritt zum Beruf

Bereits in den Klassen 5 und 6 begegnen die Schülerinnen und Schüler der Arbeitswelt. Sie beschäftigen sich mit Berufen ihrer Familien und unserer Region, lernen Materialien und Arbeitsverfahren im Technischen Werken kennen und stellen eigene Werkstücke her. Projekte wie unser Naschgarten sowie Themen aus Landwirtschaft, Natur, Technik und Umwelt zeigen, wie vielfältig berufliche Tätigkeiten sein können.

In Klasse 7 beginnt die Berufsorientierung zunehmend die eigenen Fähigkeiten und Interessen in den Mittelpunkt zu stellen. Im Rahmen einer Potenzialanalyse setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Stärken, Fähigkeiten und Interessen auseinander. Darauf aufbauend lernen sie bei der Berufsfelderkundung verschiedene Berufsfelder kennen und erhalten erste praktische Einblicke in unterschiedliche Tätigkeiten. Auch Erfahrungen beispielsweise in Hauswirtschaft und Lehrküche im Fach NaT gehören dazu.

 

In Klasse 8 wird die Berufsorientierung zunehmend individuell. Berufsfelderkundung helfen dabei, eigene Stärken und Interessen besser einzuschätzen. Einen besonderen Stellenwert besitzt RAWE – Regionale Arbeitswelt erleben. Dabei erhalten unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig Einblicke in Unternehmen und Einrichtungen der Region und können verschiedene Tätigkeitsbereiche unmittelbar in der Praxis kennenlernen. Dabei ist der Mittwoch in wichtiger Tag. Denn alle Schülerinnen und Schüler in Klasse 8 verbringen den Mittwoch ein Halbjahr lang in der Praxis in einem Betrieb und lernen das Berufsfeld, Tätigkeiten und Arbeitsfelder kennen. 

 

In den Klassen 9 und 10 wird aus der Orientierung zunehmend eine konkrete Berufswahl. Betriebspraktika ermöglichen es, einen selbst gewählten Beruf über einen längeren Zeitraum kennenzulernen und die eigenen Vorstellungen mit der beruflichen Realität zu vergleichen. Fragen wie „Passt dieser Beruf zu mir?“, „Welche Fähigkeiten brauche ich?“ oder „Welche Voraussetzungen muss ich für eine Ausbildung erfüllen?“ stehen nun im Mittelpunkt.

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Vorstellungsgespräche, Ausbildungsplatzsuche und die Planung des Übergangs nach der Schule bereiten die Jugendlichen schließlich ganz konkret auf ihren nächsten Schritt vor.

 

Berufsorientierung findet auch im Unterricht statt

Berufliche Orientierung ist an der Hörselbergschule nicht auf Praktika und einzelne Projekte beschränkt. In zahlreichen Unterrichtsfächern werden Bezüge zur Arbeits- und Berufswelt hergestellt – unter anderem in Deutsch, Medienbildung, Technischem Werken, WRT, NaT, Geografie, Biologie, Chemie und Physik.

So werden beispielsweise Bewerbungen im Deutschunterricht vorbereitet, wirtschaftliche und berufliche Zusammenhänge in WRT thematisiert oder naturwissenschaftliche und „grüne“ Berufe im Fachunterricht vorgestellt. Auch die praxis- und projektorientierte Projektarbeit trägt dazu bei, selbstständiges Planen, Arbeiten, Dokumentieren und Präsentieren zu trainieren.

 

Berufemarkt – Schule trifft Arbeitswelt

Der gemeinsame Berufemarkt im Erbstromtal hat sich seit seiner Premiere im Jahr 2012 zu einer festen Tradition in der Berufsorientierung der Region entwickelt. Ins Leben gerufen wurde er gemeinsam von der Regelschule Wutha-Farnroda, der Regelschule „Johannes Dicel“ Seebach und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla.

Die Grundidee ist bis heute geblieben: Unternehmen, Einrichtungen und Bildungspartner aus der Region kommen direkt mit den Jugendlichen in Kontakt und stellen ihnen Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und berufliche Perspektiven vor.

Berufsorientierung zum Anfassen

Der Berufemarkt ist bewusst keine klassische Ausbildungsmesse. Die Schülerinnen und Schüler wählen im Vorfeld verschiedene Angebote aus und besuchen anschließend mehrere Workshop-Runden. Dabei stehen nicht nur Vorträge und Informationsmaterialien im Mittelpunkt. Die Jugendlichen sollen Berufe praktisch kennenlernen, ausprobieren und mit Menschen ins Gespräch kommen, die aus ihrem Berufsalltag berichten können.

Unternehmen stellen Ausbildungsberufe und Karrierewege vor, Auszubildende berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und Hochschulen sowie Fachhochschulen informieren über Studiengänge und Zugangsvoraussetzungen. Praktische Aufgaben, kleine Experimente, Übungen oder berufstypische Tätigkeiten sorgen dafür, dass Berufsorientierung unmittelbar erlebbar wird.

Seit 2012 gemeinsam für die Region

Bereits beim ersten gemeinsamen Berufemarkt am 17. Juli 2012 beteiligten sich 17 Vertreter aus regionalen Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Hochschulen. Unter anderem waren die Berufsakademie Eisenach, die TU Ilmenau und die Fachhochschule Schmalkalden vertreten.

Das Konzept fand von Beginn an großen Zuspruch. Deshalb wurde der Berufemarkt fortgeführt und wechselnd von den beteiligten Schulen des Erbstromtales ausgerichtet. Schon in den folgenden Jahren wuchs die Zahl der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen deutlich. 2016 standen den Jugendlichen beispielsweise 26 verschiedene regionale Ausbildungsbetriebe, Hochschulen, Fachhochschulen und Fachschulen zur Auswahl.

 

Individuelle Unterstützung

Nicht jeder Weg von der Schule in die Ausbildung verläuft gleich. Deshalb gehören zur Berufsorientierung auch Berufsberatung und individuelle Begleitung. Schülerinnen und Schüler, die beim Übergang besondere Unterstützung benötigen, können beispielsweise durch die Berufseinstiegsbegleitung (BerEP) intensiver begleitet werden.

Dabei kann es um die Suche nach geeigneten Praktikums- und Ausbildungsplätzen, Bewerbungen, Vorstellungsgespräche oder ganz allgemein um die Entwicklung einer realistischen beruflichen Perspektive gehen.

 

Gemeinsam Zukunft gestalten

Gute Berufsorientierung gelingt besonders dann, wenn Schule, Eltern, Berufsberatung, Unternehmen, Bildungspartner und Jugendliche gemeinsam handeln. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern und der regionalen Wirtschaft ist deshalb ein wichtiger Bestandteil unseres Schulprofils.

 

Berufemarkt 2018 in der Regelschule Wutha-Farnroda

Es ist schon eine lange Tradition im Erbstromtal, dass in der letzten Schulwoche eines langen Schuljahres der Berufemarkt des Erbstromtales stattfindet. In diesem Jahr ist die Regelschule Wutha-Farnroda wieder Ausrichter gewesen. Dem Aufruf zur Teilnahme sind in 21 verschiedenen Unternehmen, Hochschulen/Fachhochschulen und soziale Einrichtungen gefolgt. Neu begrüßen durften wir als Teilnehmer das St. Georg Klinikum Eisenach GmbH, das J. Löffler Diakoniewerk Gotha sowie die Unternehmen der Region Ruhlamat GmbH und das  BMW Werk Eisenach. In vier verschiedenen Workshop-Runden konnten die SchülerInnen praktische Erfahrungen in den verschiedenen Ausbildungsberufen sammeln. In Vorträgen und Gesprächen berichteten zahlreiche Azubis über ihre Ausbildung. Die Hochschulen und Fachhochschulen berichteten über die Studiengänge und Zulassungsbedingungen.

Gemeinsamer Berufemarkt 2016

Traditionell besuchten die Schüler der Klassen 8 und 9 am 22.06.2016 den Berufemarkt. Im diesem Schuljahr fand er in der Regelschule „J.Dicel“ statt. Organisiert wird dieser von den Schulen im Erbstromtal, das sind die Regelschule „J.Dicel“, das A. Schweitzer Gymnasium Ruhla und die Regelschule Wutha-Farnroda. Unsere Schüler hatten die Qual der Wahl. 26 verschiedene regionale Ausbildungsbetriebe, Hochschulen/ Fachhochschulen und Fachschulen haben ihre Beratung angeboten. In 4 kleinen Workshop-Runden konnten die Schüler mit den verschiedenen Einrichtungen Kontakt aufnehmen, Informationen zu den Ausbildungsberufen sammeln oder praktisch tätig werden. Besonderen Zuspruch erhielten an diesem Tag die Polizei und die Bundeswehr. Aber auch die Agragenossenschaft „Hörseltal“ Burla konnte mit dem Traktor punkten.

 

Gemeinsamer Berufemarkt 2013

Nachdem im vorigen Schuljahr ein gemeinsamer Berufemarkt mit der Regelschule Seebach, dem Gymnasium Ruhla und vielen einheimischen Firmen und weiterführenden Bildungseinrichtungen an unserer Schule organisiert und durchgeführt wurde, kam von allen beteiligten Schulen und Firmen ein positives Echo zu der Veranstaltung. Also haben die verantwortlichen Lehrerinnen für Berufswahlvorbereitung (Frau Göllner, Frau Seckelmann und Frau Kallenbach) erneut solch eine Veranstaltaltung organisiert – dieses mal in der Regelschule Seebach.

Am 10. Juli konnten alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 der beiden Regelschulen und die Schüler der Klassen 9 und 10 des Gymnasiums bei 4 verschiedenen Firmen oder Bildungseinrichtungen – die sie vorher ausgewählt hatten – eine Informations- veranstaltung besuchen. Sie konnten so in kurzer Zeit ihr Wissen über Ausbildungsberufe, Ausbildungsbetriebe und Studiengänge erweitern. Für die Firmen war es eine gute Gelegenheit, möglichst viele potentielle zukünftige Lehrlinge zu erreichen und ihren Betrieb bekannter zu machen.

 

Erster gemeinsamer Berufemarkt der Regelschule Wutha-Farnroda, der Regelschule „Johannes Dicel“ Seebach und des „Albert Schweitzer“ Gymnasiums  Ruhla

Am Ende eines langen Schuljahres fand am 17.07.2012 ein gemeinsamer Berufemarkt  der weiterführenden Schulen des Erbstromtales in der Regelschule Wutha-Farnroda statt. Die Regelschüler der 8. und 9. Klassen und die Schüler der 9. und 10. Klasse des Gymnasiums konnten sich in vier verschiedenen Workshops  über Ausbildungsinhalte und Zugangsvoraussetzungen für die verschiedenen Ausbildungsberufe und Studienrichtungen informieren. 17 Vertreter aus den Unternehmen der Region, Einrichtungen der öffentlichen  Verwaltungen sowie die Berufsakademie Eisenach, die TU Ilmenau und die FHS Schmalkalden stellten sich den Herausforderungen. In jeder Vorstellungsrunde war ein kleiner praktischer Teil  für die einzelnen Teilnehmer integriert. So wurde z.B. Draht gebogen und es konnten alkoholfreie Cocktails verkostet werden. Die Schülerinnen und Schüler füllten Muster von Ausbildungsverträgen aus oder testeten ihr Wissen bei einer kleinen Auswahl an Eignungstests.

 

Alle am Berufemarkt Beteiligten waren vom Verlauf begeistert. Sie bescheinigten den Organisatoren (den Beratungslehrerinnen für Berufsorientierung der drei Schulen), dass sie im kommenden Schuljahr am zweiten gemeinsamen Berufemarkt teilnehmen möchten.

 

Bei folgenden Vertretern der Wirtschaft möchten wir uns bedanken:

 

 

Deckel Maho Seebach GmbH, Wartburg Sparkasse, Landratsamt Wartburgkreis, Stadtverwaltung Eisenach, Handwerkskammer Südthüringen,

 

Thüringer Weidmüller GmbH, Werkzeugbau Ruhla GmbH, Gesipa Blindniettechnik Ruhla/Thal, Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH, Hotel Thalfried,  Diakonisches Bildungsinstitut „Johannes Falk“ gGmbH in Eisenach, Firmenausbildungsverbund Wartburgregion e.V., Berufsakademie Eisenach, FHS Schmalkalden, TU Ilmenau sowie  PETKUS Technologie GmbH und Hasec Elektronik GmbH.

 

 

 

„Euromold“ – Messe Frankfurt

Dank der Firma „Werkzeugbau Ruhla“ wurde es uns ermöglicht am 29.11.2011 an der „Euromold“ Messe in Frankfurt am Main teilzunehmen. Aus unserer Schule waren Schüler der Klassen 7 bis 10 vertreten. Zwei Auszubildende der Firma „Werkzeugbau Ruhla“ führten uns über die Messe. Das Thema dieses Jahres war „Werkzeug- und Formbau, Design- und Produktionsentwicklung“. Wir bekamen eine sehr ausführliche Führung über die Messe, auch zu bestimmten Firmen. An der Messe nahmen eine Vielzahl  in- und ausländischer Unternehmen teil. Neue Technologien und Erfindungen im Bereich Werkzeugbau waren zu bestaunen z.B. neuartige Fräsmaschinen. Für alle Interessenten an Metallberufen war es ein sehr informativer und interessanter Tag.

Zum Schluss möchten wir uns bei unseren Sponsoren des „Werkzeugbau Ruhla“ bedanken.

Julia-Sophie N.und David B.

 

Berufe aus der Landwirtschaft in Klasse 7 vorgestellt

 

Frau Meisel von der Agrargenossenschaft Burla besuchte unsere 7. Klassen und berichtete über Berufe in der Landwirtschaft. Vieles war neu und interessant und die Schüler durften selbst aktiv sein. So probierten alle das Melken an der künstlichen Kuh. Es wurden viele landwirtschaftliche Produkte gezeigt und Arbeitsfelder beschrieben. Am interessantesten war – vor allem für die Jungen- der riesige Traktor, der extra auf unserem Schulhof stand. Ihr neu erworbenes Wissen konnten alle dann in einem Quiz unter Beweis stellen.