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Theaterworkshop 3. – 5. April 2017

Überaus freundlich wurden die teilnehmenden Schülerinnen am Montagmorgen von Kathleen, einer Theaterpädagogin aus Berlin, begrüßt. Wir starteten direkt mit einer Aufwärmübung. Danach wurden einige Kennenlernspiele durchgeführt. Um etwas lockerer zu werden und sich mit dem Gefühl im Mittelpunkt zu stehen vertraut zu machen, spielten wir danach das „Cowboyspiel“, ein Aktion-Reaktion-Spiel mit drei verschiedenen möglichen Handlungen. Beim Theaterspielen ist es wichtig, dass die Gruppenmitglieder einen gemeinsamen Rhythmus finden. Das übten wir danach mit einem weiteren kleinen Spiel, bei dem es darum ging, genaue Signale zu senden, diese zu empfangen und weiter zu geben. Dabei war außerdem eine hohe Konzentration gefragt, denn nicht nur „Sender“ und „Empfänger“ mussten dabei in Aktion treten, sondern auch die jeweils nebenstehenden. Nun waren wir gut vorbereitet für unsere erste Improvisation. Gemeinsam als Gruppe erdachten wir eine Szene, eine bestimmte Situation und verschiedene Rollen. Schnell waren wir uns einig, wer welche Rolle übernehmen würde. Unsere Szene spielte in einem schicken Restaurant, wo an einem Tisch eine Gruppe sehr reicher und sehr geiziger Leute sitzt, während eine Gruppe armer hungriger Kellner, angeführt von einer autoritären Restaurantleiterin den Tisch bedienen. Später tauschten die Gruppen die Rollen: Die armen Kellner durften als reiche Leute am Tisch Platz nehmen und die zuvor Reichen versuchten nun unterwürfige Bedienstete zu mimen. Da es ein improvisiertes Stück war, konnte jeder Spieler seine Ideen einbringen und beeinflusste somit die weitere Handlung.

Den zweiten Tag begannen wir ebenfalls mit mehreren Aufwärmübungen. Im Anschluss entwickelten wir erneut gemeinsam eine Szene mit den darin vorkommenden Figuren. Diesmal versetzten wir uns in die Mitglieder einer chaotischen Familie, in der sich alle erdenklichen sozialen Probleme anhäufen. Wieder ohne vorherige Textvorlage übten wir uns mehrmals hintereinander in der überspitzten Darstellung der Ereignisse im Wohnzimmer von Familie Schmidt und tauschten auch mal die Rollen, um heraus zu finden, wer sich in welcher Rolle am wohlsten fühlte, denn schnell wurde uns Schülerinnen klar: Diese Szene wollten wir gerne zum Tag der offenen Tür dem Publikum präsentieren. Außerdem kam uns die Idee, die Aufführung unseres Stücks mit einer kleinen Gesangseinlage aller Teilnehmerinnen enden zu lassen.

Am dritten Tag übten wir nicht nur weiter an unserem Stück und dem musikalischen Beitrag, auch andere Aufgaben mussten noch verteilt werden. So übernahm jeweils eine Schülerin die Anmoderation und die Koordination während der Aufführung. Gut vorbereitet konnten wir somit gelassen dem Tag der offenen Tür entgegenblicken.